IZWT

Ringvorlesung

Die Ringvorlesung findet jedes Sommersemester ergänzend zum IZWT-Kolloquium statt und widmet sich stets einem bestimmten Thema von öffentlichem Interesse. Neben auswärtigen Gästen tragen auch Wissenschaftler*innen der BUW vor. Die Ringvorlesung findet am Campus Grifflenberg statt und richtet sich neben dem universitären Publikum auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Sommersemester 2026: Nukleare Zäsuren? Interdisziplinäre Perspektiven auf 40 Jahre Tschernobyl & 15 Jahre Fukushima

Angesichts der Sorge um die Sicherheit des Sarkophags von Tschernobyl im russischen Angriffskrieg, der anhaltenden Suche nach Endlagern für radioaktive Abfälle und der Debatte um neue Atomkraftwerke als vermeintlichen Baustein des Klimaschutzes fragt die diesjährige Ringvorlesung – anlässlich der Jahrestage der zwei größten Reaktorunfälle der Geschichte – danach, wie nukleare Katastrophen den internationalen Umgang mit Atomkraftwerken und die Nutzung von Kernenergie bis heute geprägt haben.
Die vier Vorträge nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: Aus historischer Sicht geht es um die Entwicklung der sowjetischen Atompolitik von Aufrüstung zu „friedlicher“ Nutzung, um die gesellschaftliche Wahrnehmung im Umgang mit alternden Kernkraftwerken in Großbritannien und Deutschland, und um die Möglichkeiten und Grenzen der IAEA als einer internationalen Organisation im Umgang mit nuklearer Sicherheit. Aus politikwissenschaftlicher Sicht geht es um den deutschen Atomausstieg nach Fukushima und um die Frage, welche politischen Mechanismen die Reaktion in Deutschland prägten.

Vorträge

Bergische Universität Wuppertal
Campus Grifflenberg || Gaußstraße 20 || 42119 Wuppertal
Gebäude O Ebene 7 Raum 28

Einen Campusplan sowie Anfahrtspläne zum Campus finden Sie unter Kontakt.

 

22.04.2026 || 18:00 - 19:30 Uhr || Tatiana Kasperski (Södertön) ||
Peaceful or Military? Retrospective on Soviet and Post-Soviet Nuclear Programs on the 40th Anniversary of Chornobyl


29.04.2026 || 18:00 - 19:30 Uhr || Volker Schneider (Konstanz) ||
Fukushima als externer Schock: Mechanismen politischen Wandels zwischen Policy-Learning und Issue-Competition beim deutschen Atomausstieg.


06.05.2026 || 18:00 - 19:30 Uhr || Christian Götter (Braunschweig) ||
Vom technischen Wunder- zum Sorgenkind. Wahrnehmungsbiographien deutscher und britischer Kernkraftwerke von der Planung bis zum Betriebsalltag.


20.05.2026 || 18:00 - 19:30 Uhr || Elisabeth Röhrlich (Wien) ||
Nukleare Zäsuren – institutionelle Kontinuität? Kernkraft und die Rolle der IAEA